{"id":1,"date":"2008-11-25T10:16:00","date_gmt":"2008-11-25T10:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.medienkulturraum.at\/wordpress\/?p=1"},"modified":"2023-05-03T09:12:01","modified_gmt":"2023-05-03T09:12:01","slug":"little-sister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/?p=1","title":{"rendered":"&#8222;little sister&#8220; @ Lange Nacht der Forschung"},"content":{"rendered":"\n<p>Tageszeitungen und popul\u00e4re TV-Sendungsformate geh\u00f6ren ganz selbstverst\u00e4ndlich zum Alltag der Menschen. Doch welchen Einfluss haben Produktionstechniken, Format und Layout auf die vermittelten Inhalte und Informationen? Wie genau entstehen bestimmte, gesellschaftlich relevante Bedeutungen und hegemoniale Diskurse in der Interaktion zwischen Medien und deren RezipientInnen?<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/lnf-ticket.png\" alt=\"Ticket Lange Nacht der Forschung\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ticket Lange Nacht der Forschung<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Diese und weitere Themen der Medienwissenschaft bereiteten wir im Rahmen der <em>Langen Nacht der Forschung <\/em>in der Landeshautpstadt Klagenfurt auf. Nicht nur informativ dargestellt, BesucherInnen konnten mitgestalten und am eigenen K\u00f6rper Erfahrungen sammeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Projektkoordination<\/strong>: Mag.<sup>a<\/sup> <em>Dr.\u00a0<sup>in<\/sup><\/em>\u00a0Bettina Pirker<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Der Bericht von damals im Detail:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 8. November findet ab Sonnenuntergang (16:37) bis Mitternacht die <a href=\"http:\/\/www.langenachtderforschung.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lange Nacht der Forschung<\/a> in ganz \u00d6sterreich statt. Wir sind mit einer dreiteiligen interaktiven Pr\u00e4sentation am Gel\u00e4nde (<a href=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LittleSisterLageplan.pdf\" title=\"\">Lageplan<\/a>) der <a href=\"http:\/\/www.uni-klu.ac.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alpen-Adria-Universit\u00e4t<\/a> in Klagenfurt vertreten. Hierbei werden die Themen der Medienp\u00e4dagogik und der Medien- und Rezeptionsforschung nicht nur informativ aufbereitet und dargestellt, sondern k\u00f6nnen von den BesucherInnen mitgestaltet und am eigenen Leib erfahren werden. Durch die Reflexion des eigenen (Medien-)Handelns wird ein kritischer Umgang mit Medieninhalten und ein emanzipatorischer Effekt erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LittleSisterLogoPINK.jpg\" alt=\"LittleSisterLogo Pink, mit wei\u00dfer Schrift.\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Logo Little Sister<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Vor dem Haupteingangsbereich der Alpen-Adria-Universit\u00e4t Klagenfurt wird ein Container aufgestellt \u2013 dieser ist f\u00fcr die BesucherInnen zug\u00e4nglich. Wissenschaftliche MitarbeiterInnen von medien.kultur.raum sind als AnsprechpartnerInnen und Auskunftspersonen vor dem Container. Sie verteilen Handouts, die auf die theoretischen Hintergr\u00fcnde der Performance und die weiterf\u00fchrenden Veranstaltungsteile verweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Container ist mit einem Sofa, Tisch und Fernseher eingerichtet und wird video\u00fcberwacht (die Geschehnisse werden live&nbsp; auf eine Gro\u00dfbildleinwand in der Aula der Universit\u00e4t \u00fcbertragen). Im Container sind zwei (studentische) SchauspielerInnen, die geschlechtsspezifische Stereotypen (\u201eBusenwunder\u201c und \u201eTatoo-Prolo\u201c) darstellen, die BesucherInnen direkt ansprechen und in das Geschehen involvieren \u2013 die BesucherInnen werden dadurch selbst zu ProtagonistInnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im aufgestellten Fernsehger\u00e4t ist abwechselnd folgendes zu sehen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Mitschnitt des vorangegangenen Castings f\u00fcr die Stereotypen-DarstellerInnen<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Zusammenschnitt aus verschiedenen Reality-Formaten<\/li>\n\n\n\n<li>Eine live aus einem Nebenraum gesendete Moderatorin welche die BesucherInnen aus dem Fernsehger\u00e4t heraus direkt anspricht (Stichwort: Medien\/RezipientInnen-Interaktion, aktiver Rezeptionsprozess)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die \u201elittle sister\u201c Performance im Container wird live auf die Videowall \u00fcbertragen. Die BesucherInnen haben dadurch die M\u00f6glichkeit ihre eigenen Erfahrungen und Eindr\u00fccke im Container mit der Darstellung auf der Videowall zu vergleichen (Stichwort: Medienwirklichkeit) und so die Ver\u00e4nderung durch die Aufnahme- und Pr\u00e4sentationsform am eigenen Leib zu erfahren (einerseits das eigene ver\u00e4nderte Verhalten durch das Wissen gefilmt zu werden, andererseits die Divergenz zwischen dem selbst Gesehenen und dem durch das Auge der Kamera gefilterten Blicks). Die theoretischen Hintergr\u00fcnde und Forschungsergebnisse werden in Form von Untertiteln ebenfalls auf die Videowall eingespielt. Interessierte BesucherInnen haben so die M\u00f6glichkeit Medientheorien kennen zu lernen und diese sofort im Kontext eigener, subjektiver Erfahrungen zu verorten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf die Videowall werden sechs Computerarbeitspl\u00e4tze aufgestellt. Die BesucherInnen haben die M\u00f6glichkeit einen eigenen Zeitungsartikel zu verfassen. Je zwei Computer sind mit der spezifischen Layout-Vorlage einer Tages- oder Wochenzeitung sowie eines Online-Mediums ausger\u00fcstet. Passend zur Layout-Vorlage ist ein\/e JournalistIn des jeweiligen Mediums als BetreuerIn anwesend.<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt vor Ort wird jede von den BesucherInnen gestaltete Zeitungsseite ausgedruckt und als PDF auch auf unserer Homepage online verf\u00fcgbar gemacht. Ein gedrucktes Exemplar wird auf einem daf\u00fcr vorgesehenen Tisch den anderen BesucherInnen zur Ansicht zur Verf\u00fcgung gestellt, ein Exemplar kann von dem\/der jeweiligen VerfasserIn mit nach Hause genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unser Forschungsinteresse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Tageszeitungen und popul\u00e4re TV-Sendungsformate geh\u00f6ren ganz selbstverst\u00e4ndlich zum Alltag der Menschen. Doch welchen Einfluss haben Produktionstechniken, Format und Layout auf die vermittelten Inhalte und Informationen und wie genau entstehen bestimmte, gesellschaftlich relevante Bedeutungen und hegemoniale Diskurse in der Interaktion zwischen Medien und deren RezipientInnen? Unsere Intention ist es, einerseits den BesucherInnen Bereiche der Medienp\u00e4dagogik sowie der Medien- und Rezeptionsforschung anschaulich n\u00e4her zu bringen und andererseits einen kritischeren Umgang der Menschen mit den Inhalten der Medien zu forcieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Den theoretischen Hintergrund liefern die Cultural Studies (vgl. exemplarisch John Fiske, Lawrence Grossberg, Stuart Hall, Douglas Kellner) aber auch poststrukturalistische Theorien der Macht (siehe hierzu Michel Foucaults Auseinandersetzungen mit dem Panopticon in \u201e\u00dcberwachen und Strafen\u201c), kulturgeographische Raumtheorien (vgl. z.B. Doreen Massey, Gilian Rose), die Arbeiten der Gender Studies (vgl. z.B. Judith Butler, Theresa de Lauretis) und theoretische Auseinandersetzungen mit der Transformation von Wissen und Wirklichkeit durch die Informations- und Kommunikationstechnologien (siehe hierzu z.B. Jean-Fran\u00e7ois Lyotard, Jean Baudrillard).<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgew\u00e4hlte Forschungsfragen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie entstehen Medienwirklichkeiten?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Stereotypen werden in popul\u00e4ren TV-Formaten (Reality- und Casting-Shows, Sitcoms) dargestellt?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie verst\u00e4rken\/ver\u00e4ndern\/festigen popul\u00e4re TV-Formate gesellschaftliche Diskurse \u00fcber Geschlecht und Klasse?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Bedeutungen werden in der Medien-RezipientInnen-Interaktion generiert?<\/li>\n\n\n\n<li>Welchen Einfluss haben Formatvorlagen und Aufmachung auf die publizierte Information?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Projektteam<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mag.<sup>a<\/sup> Anita Arneitz<\/p>\n\n\n\n<p>Marc Ertl<\/p>\n\n\n\n<p>Mag.<sup>a<\/sup> Elisabeth Felberbauer<\/p>\n\n\n\n<p>Sophie Gerlitz<\/p>\n\n\n\n<p>MMag. Wolfgang Hoi<\/p>\n\n\n\n<p>Melanie Husel<\/p>\n\n\n\n<p>Mag.<sup>a<\/sup> Manuela Klocker<\/p>\n\n\n\n<p>Mag.<sup>a<\/sup> Kerstin Kolbitsch<\/p>\n\n\n\n<p>Mag.<sup>a<\/sup> Lilli Mahadalik<\/p>\n\n\n\n<p>Mag.<sup>a<\/sup> Liane Oswald<\/p>\n\n\n\n<p>Dr.<sup>in<\/sup> Isabella Terkl<\/p>\n\n\n\n<p>Mag. Dr.<sup>in<\/sup> Karin Waldher<\/p>\n\n\n\n<p>Mag. Dr.<sup>in<\/sup> Caroline Weberhofer<\/p>\n\n\n\n<p>Mag. Christoph Wurzer<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-dots\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Mit Unterst\u00fctzung von<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2560px-Universitaet_klagenfurt_logo.svg_-1024x317.png\" alt=\"Logo Universit\u00e4t Klagenfurt\" class=\"wp-image-114\" width=\"122\" height=\"37\" srcset=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2560px-Universitaet_klagenfurt_logo.svg_-1024x317.png 1024w, https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2560px-Universitaet_klagenfurt_logo.svg_-300x93.png 300w, https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2560px-Universitaet_klagenfurt_logo.svg_-768x238.png 768w, https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2560px-Universitaet_klagenfurt_logo.svg_-1536x476.png 1536w, https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2560px-Universitaet_klagenfurt_logo.svg_-2048x634.png 2048w, https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2560px-Universitaet_klagenfurt_logo.svg_-1568x486.png 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 122px) 100vw, 122px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Villacher-Logo.jpg\" alt=\"Logo Villacher Bier\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ALPINE-Logo-RGB.jpg\" alt=\"Logo Alpine Bau\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/videotechnikhans.jpg\" alt=\"Logo Videotechnik\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.medienkulturraum.at\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Kika-logo.jpg\" alt=\"Logo Kika M\u00f6belhaus\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.medienkulturraum.at\/wordpress\/?p=1\" data-type=\"post\" data-id=\"1\">Zum Anfang zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tageszeitungen und popul\u00e4re TV-Sendungsformate geh\u00f6ren ganz selbstverst\u00e4ndlich zum Alltag der Menschen. Doch welchen Einfluss haben Produktionstechniken, Format und Layout auf die vermittelten Inhalte und Informationen? Wie genau entstehen bestimmte, gesellschaftlich relevante Bedeutungen und hegemoniale Diskurse in der Interaktion zwischen Medien und deren RezipientInnen? 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